Unterstützung bei Ergänzungsleistungen
Hilfe anzunehmen kann manchmal fast schwieriger sein, als Hilfe anzubieten und zu leisten.
Gerade ältere Menschen zögern oft, Unterstützung in Anspruch zu nehmen – selbst dann, wenn sie ihnen ein selbstbestimmtes Leben deutlich erleichtern würde. Dabei geht es nicht um Schwäche, sondern um Würde, Gewohnheit und den Wunsch nach Eigenständigkeit.
Der aktuelle Artikel im ZürcherUnterländer zeigt, wie wir in Bülach mit frühzeitiger Bedarfsabklärung dazu beitragen können, Heimeintritte zu verhindern oder hinauszuzögern. Niederschwellige Angebote und gute Erreichbarkeit sind dabei entscheidend. Es geht darum, rechtzeitig hinzuschauen, zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu finden.
Das ist nicht nur sozial sinnvoll, sondern auch finanzpolitisch verantwortungsvoll: Jeder verhinderte oder hinausgezögerte Heimeintritt entlastet langfristig auch die öffentliche Hand.
Als Stadträtin ist mir wichtig, dass soziale Stadtentwicklung nicht erst reagiert, wenn es schwierig wird. Sie muss vorher ansetzen: im Alltag der Menschen, in ihrem gewohnten Umfeld, mit Respekt vor ihrer Lebensleistung.
Denn gute Alterspolitik beginnt nicht im Heim – sondern im vertrauten Umfeld.
Foto: Freepik
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